Geschichte


Die historische Vergangenheit

der Lenzerheide Motor Classics

Mit einem der ersten Schweizer Bergrennen  erlebte Lenzerheide auf der Strecke Tiefencastel-Lenz-Lenzerheide im  August 1951  einen absolut beeindruckenden Anlass. Schon das grosse Plakat, auf welchem im Vordergrund der an allen Rennen unschlagbare «Alfetta» und im Hintergrund das Lenzerhorn abgebildet waren, beeindruckte mich als jungen Burschen gewaltig.


Gegen 80 Fahrzeuge von Alfa Romeo, Lancia, Cisitalia, BMW Veritas, Porsche 356, MG, Jaguar 120  und der heute unbekannte  Jowett-Jupiter , betasteten wir ehrfürchtig anlässlich der Wagenabnahme beim Hotel Kurhaus.

Der absolute Höhepunkt war der grosse Held  Willy Peter Dätwyler und sein Alfa 412 . Dieses von 1939 stammende Auto war nicht nur in seiner Form schon der Rennsportwagen an sich, bestückt mit einem mit vier oben liegenden Nockenwellen V12 Triebwerk (eine Konstruktion von Bruno Trevisan). Dieses unschlagbare Gefährt, das man nicht nur sah und hörte, sondern auch fast als Droge sein verbranntes Methanol-Gemisch aus dem Auspuff in sich aufnahm, wurde von Willy Peter Dätwyler gesteuert. 


Copyright Foto: Fotograf Max Pichler Wilerzell

Programmheft des nationalen Bergrennen Lenzerheide

vom 26. August 1951

Vorschau der Automobile Revue

vom 22. August 1951 

Die Ankündigung der ersten Bergrennens auf der Lenzerheide





Grosser Bergpreis der Schweiz

Am 25. August 1957  fand  in Zusammenarbeit mit dem ACS ein weiteres internationales Bergrennen  (zählte damals als Europameisterschaft) statt. Als erwachsener Bursche durfte ich dieses Rennen als Helfer meines Vaters, Chef des Sanitätsdienstes, auf der gleichen Strecke noch näher erleben. Wir bewunderten natürlich auch unseren Lokalhelden Willy Gruber, der mit Bravour seinen kleinen Ford über die Strecke mehr balancierte als schnell fuhr. Viele der Autos waren dabei, die wir inzwischen wieder an den Lenzerheide Motor Classics bewundern können: Porsche 356 Carrera, MGA, Alfa Romeo Giulietta Veloce, die kleinen, schnellen Fiat Abarth Zagato, Lancia Aurelia B20, AC Bristol (Basis der Cobra), Mercedes Flügeltürer, Triumph TR3, Aston Martin DB2, und viele mehr.

Der spannende grosse Kampf um die  europäische Bergmeisterschaft  zwischen dem Porsche (ein RS Bergspyder, der jedesmal beim Schalten eine riesige Stichflamme aus dem mittelrohrigen Auspuff stiess) vom berühmten Rennleiter Huschke von Hanstein, dem Borgward RS (der schon damals mythenhafte Ferrari mit Ludovico Scarfiotti) von Hans Herrmann und dem Maserati 200/S von Willy Peter Dätwyler, der die Europameisterschaft schliesslich auch gewann, war ein unvergessliches Erlebnis.

Vermutlich Werbeplakat Porsche/Castrol, nach dem Erfolg an der Europameisterschaft! Einer der 4 EM Läufe fand ja auf der Strecke Tiefencastel - Lenzerheide statt! Das Bild könnte erneut die Stelle nach der ersten Spitzkehre oberhalb Tiefencastel, in Richtung Albulatal, zeigen. Im Hintergrund ist der Monolith/geografischer Mittelpunkt Graubünden zu erkennen sein.

Bericht über das Rennen als PDF-Download 

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Das Programmheft

Internationales Bergrennen 
Tiefencastel - Lantsch/Lenz - Lenzerheide
 

vom 25. August 1957






















 

Die Rangliste

Internationales Bergrennen

Tiefencastel - Lantsch/Lenz - Lenzerheide 

vom 25. August 1957